Tag Archives: Harz

Harzwanderung

Da rauscht sie durchs Gehölz, die Brockenbahn. Laut dampfend schnaubt sie sich die Steigung hinauf. Auf den Wagenplattformen drängeln sich die Fahrgäste, Wanderern zuwinkend oder mit Schierker Feuerstein zuprostend, während die tapfere Schaffnerin, Frau Schachtschaabe, noch die letzten Fahrgastgebühren einkassiert. Und die sind bis hinauf zum Brocken ziemlich happig.

 

Harz 2015

Das wars für diesmal aus dem Harz. 200 Wanderkilometer müssen für dieses Mal genügen. Wieder war es die meiste Zeit sehr schön, die Landschaft reizend und die Luft wundervoll würzig. Nur der Luchs hielt sich versteckt.
Nächster Fahrtenschreiber vielleicht im Sommer von einer Tagestour im Brandenburgischen. Ansonsten dann im September voraussichtlich aus London.

Bis dann.

Gesendet von meinem Hosentaschenfernsprechapparat.

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Harz 2015

Spielmannszüge besitzen im Harz eine gut gepflegte Tradition. Der auf dem Foto lief durch Elbingerode am Wochenende des örtlichen Schützenfests. Schon knapp zwei Wochen zuvor hat sich der Spielmannszug aus Stiege mit Trommeln, Flöten und marschmusikmäßigem Dschingderassassa durch Schierke gelärmt. Die Mitglieder saßen dann im Vereinshaus des örtlichen Schützenvereins uns intonierten Sauflieder nach denen man marschieren könnte, so man noch in der Lage war, überhaupt zu laufen. Mit Spielmannszügen verbinde ich immer noch Militäraufmärsche. Auch wenn sich das heute eher als ländliche Freizeitbeschäftigung darstellt, werde ich das Gefühl nicht los, dass sich darunter auch eine gewisse revanchistisch orientierte Sentimentalität versteckt.

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Harz 2015

Es ist noch garnicht lange her, das da es hier so aus. Jetzt ist das Parkhaus im Wald fertig, im Sommer eher mäßig frequentiert. Aber direkt vor dem Parkhaus ist der Einstieg in die Loipen. Vielleicht reicht’s ja doch noch für ein St.Moritz des Ostens.

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Harz 2015

Einer der Orte, die im Harz Magie und Romantik am deutlichsten verschmelzen lassen, ist zweifelsohne die Ilse, ein Fluss der kurz unterhalb des Brockens entspringt, unter Felsen verdeckt zu Tal sprudelt und später in bezaubernden Kaskaden durch den dunklen Harzwald radaut. Heinrich Heine ist dem Lauf der Ilse hinauf gefolgt: „Es ist unbeschreibar, mit welcher Fröhlichkeit, Naivität und Anmut die Ilse sich hinunterstürzt über die abenteuerlich gebildeten Felsstück, so dass das Wasser hier wild emporzischt und unten wieder über die kleinen Steine hintrippelt, wie ein munteres Mädchen. Ja die Ilse ist eine Prinzessin, die lachend und blühend den Berg hinabläuft.“
So der olle Heine. Was er nicht wusste: die jungfräulich schöne und reine Ilse, wurde unten in Ilsenburg als Abwasserrinne der Kupferhütte benutzt.
Doch hier oben, unterhalb des Brockenbetts ist sie von einer klaren Reinheit, bei dem der Betrachter vor Entzücken den Mund hält.

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Harz 2015

Der Brocken.
Was sich von Ferne als attraktives Sehnsuchtsziel ausmacht, ist von Nahe eher ein kahler, häßlicher Pickel. Der Brocken, auch Blocksberg genannt, verfügt über Hotel, Wetterstation, Harzbahnstation und Imbissbuden. Und einen Ausblick, der grandios ist.
Wer ihn mit dem Fahrrad erklimmt, sollte ihn nicht unterschätzen. Es sind von Schierke aus gerade mal 400 Höhenmeter auf knapp 10 Kilometer. Also nichts besonderes. Doch ein paar gemeine Steigungen hat er schon. Dazu kommt immer mal kräftiger Wind. Sehr groß sind die Herausforderungen mit wandernden Touristen. Besonders wenn, wie mir heute passierte eine Hundeleine über den ganzen Weg gespannt ist, während Frauchen in die andere Richtung unterwegs ist. Steuerkünste sind gefragt.
Heine war hier oben, genau wie Goethe. Beide haben ihr Denkmal auf dem Berg.

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Harz 2015

Kurz hinter Thale beginnt er der größte deutsche Canyon. Hier hat die Bode ein Tal hingewaschen, das traumhaft, wildromantisch und bestaunenswert ist. Bei einem Traumwetter wie heute, sehen die Fotos aus, wie aus der Speluncaschlucht auf Korsika. Man muss einige Höhenmeter absolvieren, um vom Hexentanzplatz hinunter an die Bode zu gelangen. Aber es lohnt sich.

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