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Direction Provence

Wenn man durch Frankreich fährt unterschätzt man häufig die Größe des Landes. Das ist uns oft passiert. Diesmal jedoch fuhren wir vom Elsaß in die Provence und kamen ganz entspannt am späten Nachmittag an. Die Straßen waren nur rund um Grenoble verstopft, aber das sind sie dort wohl immer. Von den Bergen war nur wenig zu sehen, zumindest die Gipfel, auf denen Gletscher oder Schneemuützen liegen, verhüllten sich in Wolken. Auf dem Col de Croix Haute fuhren wir durch Wolken, verfolgt von einem LKW und einem Buss, die meinten 90 km/h auf einer gewundenen, Serpentinen geschmückten Landstraße, wären zu wenig. Überholen konnten sie nicht, also hatten sie mal Pech. Mehr als 70 km/h habe ich ihnen nicht gegönnt. Die Provence ist voller seltsamer Felsengebilde. Auf den unmöglichsten Felsgraten finden sich Reste von Burgen. Am Ende des Tages finden wir Ruhe in Sisteron im Hotel de Chenes. Mehrere Silbereichen veredeln den Garten des Hotels. Das Hotel ist mit sehr höflichen und zuvorkommenden Personal besetzt. Jede Tätigkeit am Gast wird von deren Seite mit „Merci“ kommentiert. Sehr lustig, wenn man als Gast seltener Danke sagt, als der Gastgeber.
Es gibt auch einen Pool, aber der wird gebaut. Außerdem weht der Mistral heftig und etwas kühl. Deshalb kein Planschen.
Bei GrenobleHotel De Chenes Sisteron

Dresden

Heute stand also ein Ausflug nach Dresden auf dem Programm. Da es morgens noch neblig war fuhren wir nicht wie geplant mit dem Schiff sondern mit der Bahn. Bis zur Einfahrt in den Hauptbahnhof war auch alles noch so, wie ich es kannte. Schließlich habe ich dort mal gewohnt, gleich hinterm Bahnhof. Doch wie groß war das Erschrecken, als schon mit dem Austritt aus dem Bahnhof die Frage laut wurde, ob das nicht eine andere Stadt ist. Alles ist mit Geschäftsneubauten, Läden und Einkaufspassagen zugepfalstert. Erst am Altmarkt erkannte ich die Stadt in Teilen wieder. Wiederaufbau der zerstörten Innenstadt ist ja nach 60 Jahren völlig legitim, aber warum denn so häßlich? Die Fotos zeigen einen nostalgisch verfärbten Blick auf die Gebäude, die den alten Zeitgeist mit dem neuen kombinieren. Rekonstruiertes Barock.
Die Gemäldegalerie war allerdings wieder ganz nett, auch wenn man nach einer Stunde Bildermüde wird und wieder geht.

SemperoperFrauenkircheSchlosskirche

Sächsische Schweiz

Den ganzen Tag über hielt sich der Nebel. Es war kälter als in den letzten Tagen und feuchter. Trotzdem wandern gehen. Da sind wir nicht die einzigen. Es sind Ferien und da wandern Familien mit Kleinstkindern über Rathen auf die Bastei. Die Bastei lassen wir links liegen. Schon von weiten klingt es wie ein Rummel und der Weg dorthin ist voll wie die Fanmeile. Hinauf ging es durch die Schwedenlöcher, einem Aufstieg durch wildes Felsland. Über 1000 Stufen aus Stein, Waldboden und Holz waren zu bewältigen.

In den Schwedenlöchern

Der Weg nach Wehlen hinab führt durch den wilden Höllengrund. Auch hier dunkle Felsen die wie Riesen über uns stehen.

Höllengrund

Der letzte Weg bis Wehlen durch den Wehlgrund ist wieder gezeichnet von Unwetterschäden.

Unwetterschäden im Wald

In Wehlen gibt es keinen vernünftigen Kuchen, also fahren wir wieder nach Bad Schandau zurück, setzen mit der Fähre über und gehen gemütlich essen.

 

Sächsische Schweiz

Entlang der Elbe fließen einige kleine Bächlein, die wenn sie nach Regen und Schnee überfüllt sind ein bisschen Wilde Sau spielen. Manch Hochwasser hat die malerisch von einem Bächlein durchzogenen OrtE und Schlossgärten verwüstet. So auch den Garten des Schlosses Weesenstein. Gut; dass sich Grünzeug einigermaßen schnell erholt, wenn man es pflegt. Weesenstein ist ein sehr erfreuliches Barockschlösschen. Viele bunte Mauermalereien und eine angenehme Innenarchitektur und – einrichtung. Eins von den Wohnschlösschen. Allerdings kommt die Geschichte des Schlosses, seiner Besitzer und der Region auch nicht zu kurz. Angenehm auch, dass man allein durch die Räume wandeln kann. Erklärt ist alles auf Schautafeln und nicht hinter jeder Wand lauert ein Sicherheitsbeamter. An die allgegenwärtigen Videoüberwachungssysteme hat man sich in dem Land ja inzwischen gewöhnt.
Bemerkenswert ist die Wasser-Mühle, die heute noch Mehl aus eigener Produktion anbietet und in der angeschlossenen Bäckerei ganz zauberhaftes Brot backen lässt.

Ein trockner Weg im GartenSchloss WeesensteinBlick auf den Barockgarten

Sächsische Schweiz

Ein weiterer Tag im Elbsandsteingebirge endet. Heute gab es nur eine kleine Wanderung und dafür ein Erholtag in der Therme. Hier nennen sie diese Toscana-Therme – warum ist mir nicht ganz klar. Das Saunaangebot ist recht dürftig, baden geht so, lediglich der Liquid-Dom ist ganz appart. Bei leiser Musik in salzigem Wasser treiben. Ringsherum dunkel, außer ein paar Schattenspiele.
Draußen kann man auch schwimmen. Ringsherum färben sich die Elbhänge herbstlich und der Fluß strömt in unmittelbarer Nähe herum. Bei dem großen Hochwasser 2002 war die Therme gerade fertiggestellt. Zwei weitere Jahr brauchte man um die Schäden zu beseitigen. In Bad Schandau kann man überall die Hochwassermarken sehen, die den Ort seit Jahrhunderten bedrängten. So hoch wie 2002 war es noch nie und wenn man durch den Ort wandelt kann man sich kaum vorstellen, dass das alles unter Wasser stand. Heute ist es jedenfalls trocken.
Im Ort, in dem wir wohnen – 200 Meter oberhalb Bad Schandaus gibt es einen Aussichtsturm von dem man auf die umliegenden Felsen und Berge schauen kann. Das ist recht nett.

Aussichtsturm RathmannsdorfAltes WanderschildKirche in Bad Schandau

Frankreich 2010 Reiseeindrücke

Auf den Weg zum Tourmalet


Der Tourmalet gehört zu den wichtigsten Stationen der Tour de France. Auf über 2000 Meter schlängelt sich der Tross der Radfahrer hinauf.

Für die Helden der Tour

Für jeden engagierten Radfahrer ist es ein Traum ihn einmal selbst zu bezwingen. Von zwei Seiten kann man ihn befahren. Ich wählte die von St. Marie de Campan. 20 km Steigung von meist über 8% waren zu fahren. An manchen Stellen wurden es auch mal 10 %.

Tourmalet
EIn Glück, dass ich als Tourist unterwegs war und deshalb die schöne Landschaft trotz der Anstrengung genießen konnte.

Am Tourmalet

Schließlich war es geschafft, Ehrenfoto, frische Cola und dann wieder 20 km bergab.

Geschafft

Frankreich 2010 Reiseeindrücke

Pic de Midi

Der Pic de Midi de Bigorre ist mit knapp 3000 Metern einer der höchsten Pyrennäengipfel auf französischer Seite. Eine Seilbahn und ein Wanderweg führen dort hinauf. Auf seinem Gipfel kann man ein Observatorium besuchen, im Restaurant essen oder im Souvenierladen all den Schnick-Schnack kaufen, für den man extra dort hinauf gefahren. Das Beste jedoch ist der majestetische Ausblick auf beinahe die gesamte Pyrenäenkette. An besonders klaren Tagen sieht man nicht nur die 3000 Meter hohen Berge auf spanischer Seite, sondern kann bis nach Biaritz am Golf von Biskaya sehen.  Doch auch mit Wolken im Tal sieht die Welt von dort aus wunderbar aus.

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